576      SAARTEXT    Di.22.06. 03:20:02
                          THEATERKRITIK 
                       Oliver Sandmeyer 
                                        
 Macbeth Underworld                     
                                        
 Die Unterwelt. Macbeth und seine Frau  
 sind an der Höllenpforte gestrandet.   
 Der Pförtner verwehrt ihnen den Ein-   
 tritt. Retrospektiv erleben sie die von
 ihnen begangenen Gräueltaten erneut.   
                                        
 Vor einer alptraumhaften Kulisse insze-
 niert Thorau Dusapins vielgerühmte Oper
 angemessen morbide. Bezüge zum 20.Jahr-
 hundert irritieren. Die Sängerriege    
 glänzt. Kaiser und Matsui brillieren.  
                                        
 Die Musik ist modern und dröhnend. Eine
 Orgel verbreitet Horrorfilmatmosphäre. 
 Eine in ihrer Gewalt und Intensität    
 faszinierende und mitreißende Variante 
 des Shakespeare-Sujets.                
              Staatstheater          >>