512        SAARTEXT  Do.19.07. 15:09:02
                          THEATERKRITIK
                      Michael Schneider
                                    1/5
 Nabucco

 Die Oper: politisch, die Szene: eher
 biblisch. In Verdis Meisterwerk geht es
 um Machtspiele im alten Babylon. Im
 Mittelpunkt: Die Liebe zwischen dem Is-
 raeliten Ismaele und Assyrerin Fenena.

 In dieser Inszenierung bleibt Fenena
 (Judith Braun) eher blass - sehr stark
 dagegen ihre Gegenspielerin Abigaile
 (Astrid Kessler). Inszeniert ist das
 Stück eher modern - im 20.Jahrhundert.

 Bühnenbild und Kostüm ergänzen sich
 nahtlos, mit Anleihen in der NS-Zeit.
 Bücherverbrennung inklusive. Gänse-
 haut, wenn der Gefangenenchor in KZ-
 Kluft singt. Absolut sehenswert!
             Staatstheater           >>