567      SAARTEXT    Di.22.06. 02:44:03
                             FILMKRITIK 
                            Heiner Dahl 
                                        
 Pelikanblut                            
                                        
 Wiebke lebt mit Tochter Nikolina auf   
 einem Reiterhof. Sie adoptiert Raya.   
 Das traumatisierte Kind verbreitet zu- 
 nehmend Angst und Schrecken. Wiebke    
 sucht nach immer extremeren Lösungen.  
                                        
 Gebbe findet für ihren Plot einer alp- 
 traumhaften Mutter-Kind-Beziehung keine
 klare Ausdrucksform. Die psychischen   
 Verfasstheiten ihrer Figuren verschwim-
 men sukzessive im übersinnlichen Orkus.
                                        
 Wenig überzeugendes Drama mit Anleihen 
 beim Horrorgenre. Seelische Ausnahmezu-
 stände und Fragen nach menschlich Bösem
 verlieren ihren intendierten Realitäts-
 bezug in Szenen befremdlicher Esoterik.
            Regie: Katrin Gebbe      >>